Infos zum Forckenbeck-Platz
Der Forckenbeckplatz, der von seinen Anwohnern gern nur "Forcki" genannt wird, wurde nach Max Forckenbeck benannt. Heute einige Infos zu dem ehemaligen Politiker. Forckenbeck, Maximilian (Max) Franz August von, * 23.10.1821 Münster, + 26.5.1892 Berlin, Kommunalpolitiker. Der Sohn aus einer geadelten münsterländischen Beamtenfamilie studierte Rechtswissenschaften in Gießen und Berlin und war ab 1847 Assessor am Glogauer Stadtgericht, danach Rechtsanwalt u. a. in Elbing. Forckenbeck war einer der Führer des preußischen Liberalismus. Er zählte zu den Mitbegründern der Deutschen Fortschrittspartei (1860/61) und war seit 1861 Mitglied des Ausschusses des Deutschen Nationalvereins. Mit Rudolf von Bennigsen führte er ab 1866 die Nationalliberale Partei. Bereits 1859 war seine Wahl ins Preußische Abgeordnetenhaus erfolgt. Von 1866 bis 1873 hatte er das Präsidium des Preußischen Abgeordnetenhauses inne, und von 1874 bis 1879 war er Präsident des Deutschen Reichstags, dem er von 1867 bis zu seinem Tode angehörte. Ab 1873 gehörte er dem preußischen Herrenhaus an. Am 26. September 1878 wurde Forckenbeck Oberbürgermeister von Berlin, übte dieses Amt bis 1892 aus und leistete Bedeutendes für die Stadt. Er kaufte der Gemeinde Lichtenberg das Gelände ab, auf dem dann der städtische Zentral-Viehhof gebaut wurde. Besonders verdient machte er sich mit James Hobrecht um die Fertigstellung der Berliner Kanalisation, entwickelte das Schulwesen und ließ Markthallen anlegen. Forckenbeck wohnte 1892 in der Voßstraße 15. Ihm wurde das katholische Begräbnis verweigert, und so bestattete man ihn auf dem evangelischen Nicolaikirchhof in Berlin. Vorher Platz R, Abt. XIII/2 des Bebauungsplanes.